Biologielaborant (IHK-Abschluss)

Biologielaboranten arbeiten während ihrer Ausbildung eng mit den Wissenschaftlern zusammen und sind in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden. Sie nehmen Untersuchungen an Tieren (z.B. Mäusen, Fischen) sowie an Zellkulturen und Mikroorganismen (Hefen, Bakterien) vor. Nach den Vorgaben der Wissenschaftler führen sie Experimente durch, bereiten diese selbstständig vor, beobachten und dokumentieren den Verlauf und werten die Versuchsergebnisse aus. Die Analyse erfolgt mithilfe von molekularbiologischen, -genetischen und biochemischen Verfahren.

Informationen zur Ausbildung

Die Ausbildung folgt einem dualen Ausbildungssystem. Die Azubis haben 2 Wochen Blockunterricht an der Berufsschule Radebeul und 4-6 Wochen betriebliche Ausbildung am FLI – immer im Wechsel.

Die Ausbildung zum Biologielaborant bzw. zur Biologielaborantin ist eine Ausbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostthüringen in Gera. Sie dauert in der Regel 3 ½ Jahre (40 h/Woche), kann aber bei guter Leistung verkürzt werden. Die Vergütung erfolgt nach dem Tarifvertrag für Auszubildende TVA-L BBiG.

Voraussetzungen

Bewerber sollten folgende Grundvoraussetzungen mitbringen:

  • Realschulabschluss oder Abitur
  • ein ausgeprägtes Interesse an naturwissenschaftlichen Experimenten in einem internationalen Forschungsumfeld
  • die Fähigkeit zum zuverlässigen, sorgfältigen und exakten Arbeiten
  • die Bereitschaft zur Mitwirkung an Tierexperimenten
  • persönliches Engagement und Teamfähigkeit
  • gute Sprachkenntnisse in Englisch

Berufsaussichten

Nach Ausbildungsende unterstützen Biologielaboranten unser internationales Forscherteam in unterschiedlichen Forschungsgruppen und -projekten am FLI.

Auszubildende zur Biologielaborantin am FLI
Auszubildende zur Biologielaborantin am FLI

Die betriebliche Ausbildung findet in den Laborräumlichkeiten des FLI in Jena statt und umfasst folgende Schwerpunkte:

  • molekularbiologische Arbeiten
  • gentechnische Arbeiten
  • mikrobiologische Arbeiten
  • immunologische und biochemische Arbeiten  
  • Zellkulturen
  • Anwendung chromatographischer Verfahren
  • Englisch-Kurs

Um unseren Auszubildenden einen möglichst breiten, umfassenden Blick auf das Tätigkeitsfeld eines Biologielaboranten zu gewähren, erfolgen während der Ausbildung verschiedene inner- und außerbetriebliche Praktika.

Innerbetriebliche Praktika: Histologie & Hämatologie, FACS, Fischhaus, Elektronenmikroskopie,  Mikroskopie, Tierhaus

Außerbetriebliche Praktika: Analytisches Grundpraktikum & labortechnische Grundlagen (SBSZ Jena-Göschwitz), Mikrobiologie ( ASG Nünchritz), Zoologie (FSU Jena), Chromatographie (ASG Nünchritz), Hämatologie (SBG Dresden)

Sonstige Aktivitäten

Über die üblichen Ausbildungsinhalte hinaus finden viele Ausflüge und Exkursionen statt, um das Gemeinschaftsgefühl und den gegenseitigen Austausch unserer Azubis beider Berufsrichtungen zu stärken:

  • gemeinsame Vortragsreihe über die erlernten Arbeitsmethoden bzw. die Ausbildung am FLI
  • gemeinsame Events und Exkursionen (z.B. Open Campus, Tag der Mikroskopie /Firma Zeiss)
  • gemeinsame sportliche Aktivitäten
  • Unterstützung bei der Präsentation der FLI-Ausbildung im Rahmen von z.B. Girls &Boys' Day
  • ein Azubi-Raum für die Ausarbeitung von theoretischen Themen oder zum gemeinsamen Lernen

Die schulische Ausbildung findet am Berufsschulzentrum Radebeul bei Dresden statt und umfasst folgende Schwerpunkte:

  • Vereinigung von Stoffen; Trennen von Stoffsystemen
  • photometrische und chromatographische Untersuchung von Stoffen
  • Biochemische und molekularbiologische Arbeiten
  • Zoologische und pharmakologische Arbeiten
  • Botanische und phytomedizinische Arbeiten
  • Untersuchung von Struktur- und Stoffeigenschaften
  • Hämatologie & histologisches Arbeiten
  • Mikrobiologische, zellkulturtechnische und biotechnische Arbeiten
  • Pharmakologische, toxikologische und pharmakokinetische Arbeiten
  • Immunologische, biochemische und diagnostische Arbeiten

Auch das Berufsschulzentrum Radebeul organisiert unterschiedlichste Aktivitäten für seine Schüler, bspw. Exkursionen zum Tag der Wissenschaften, Theaterbesuche, Besichtigungen am Helmholtzentrum Dresden Rossendorf oder in der Nudelfabrik Riesa. Außerdem haben die Berufsschüler die Möglichkeit, an einem Deutsch-Französischen Seminar für Chemie- und Biologielaboranten/innen in Frankreich & Deutschland im Rahmen eines einwöchigen Schüleraustauschs teilzunehmen.