In Gedenken an Gaby Schilling (1968-2014)

Die Neurobiologin Gaby Schilling (1968-2014) arbeitete über zwei Jahrzehnte, zuerst an der Johns Hopkins Universität in Baltimore, dann als Gruppenleiterin am FLI (2005-2010), am molekularen Mechanismus der Huntington´schen Krankheit (erblicher Veitstanz).

Huntington ist eine zerstörerische und bisher nicht behandelbare Krankheit, verursacht durch eine verlängerte Wiederholungssequenz im Protein Huntingtin. Wie ihre eindrucksvollen Publikationen zeigen, machte Gaby grundlegende Entdeckungen zur krankheitsrelevanten Prozessierung von Huntingtin. Sie generierte Mausmodelle für die Huntington´s Krankheit und fand heraus, dass Huntingtin in den Nervenzellen gespalten wird. Die daraus resultierenden Fragmente sind toxischer für die Nervenzellen, als das nicht gespaltene Protein. Gaby versuchte, diese Proteolyse (Spaltung) zu hemmen und möglicherweise damit eine Therapie für diese tödliche Krankheit auszuarbeiten.

Es ist unser Privileg, Gaby gekannt zu haben. Wir behalten sie als eine bemerkenswerte Frau, eine talentierte Wissenschaftlerin und sehr inspirierende Kollegin in Erinnerung.

Quelle: Borchelt DR, Ross CA. (2014) Gabriele Schilling (september 5, 1968-july 4, 2014). J Huntingtons Dis. 3, 225-227. [PubMed] [PDF]

Gabriele Schilling (1968-2014)
Dr. Gabriele Schilling