Behördenbegehung: FLI erfüllt Voraussetzungen für die Arbeit mit Tiermodellen

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Nach den im Mai bekannt gewordenen Vorwürfen hat das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) die behördlichen Auflagen zur personellen Umstrukturierung und verbesserten Tierhaltungsdokumentation erfüllt.

Jena. Nach den im Mai bekannt gewordenen Vorwürfen hat das Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) die behördlichen Auflagen zur personellen Umstrukturierung und verbesserten Tierhaltungsdokumentation erfüllt. Dies bestätigten das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz (TLV) und der Zweckverband Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (ZVL) der Institutsleitung bei einer Vor-Ort-Begehung Anfang vergangener Woche. Damit können eingereichte Tierversuchsanträge nun durch das TLV wieder geprüft und ggf. genehmigt werden.

„Wir sind stolz auf das Erreichte, aber wir wissen, dass wir weiter hart daran arbeiten müssen“, erklärt Dr. Evelyn Kästner, Pressesprecherin des FLI. „Bis wir alle Prozesse und Dokumentationsketten im Zusammenhang mit der Beantragung und Durchführung von Tierversuchen überarbeitet haben, wird es noch eine Weile dauern“. Mit dem positiven Ergebnis der Behördenbegehung und der Wiederaufnahme der Antragsprüfung durch das TLV schätzt das Institut ein, die im Mai gestoppten Tierversuchsreihen Schritt für Schritt ab Oktober fortsetzen zu können. Dabei wird sich das FLI auch weiterhin eng mit den Behörden austauschen und wird dabei auch von einem externen Expertengremium unterstütz, das die Tierhausleitung und den Vorstand bei der weiteren Umstrukturierung beraten wird. Das FLI geht nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass es durch den Versuchsstopp bei etwa 12 Doktoranden zu Umstellungen im Verlauf und eventuell auch zu Verzögerungen in der Fertigstellung von Promotionen kommen wird. Gemeinsam mit den Betreuern der Arbeiten werden individuelle Lösungen entwickelt.

Das FLI betreibt Grundlagenforschung zum biologischen Prozess des Alterns und zur Entstehung alternsbedingter Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer. Dafür führt das Institut auch Tierversuche an Mäusen, Fischen und Würmern durch. Tierversuche erfolgen nur dann, wenn es unvermeidlich ist. Dies ist der Fall, wenn die Ergebnisse durch keine andere Methode – etwa Zellkulturen oder Computermodelle – gewonnen werden können.

Kontakt

Dr. Evelyn Kästner, Leiterin Kommunikation, Pressesprecherin
Tel.: 03641-656378
E-Mail: presseleibniz-flide