Forschungsgruppe Ori

Projekte

Funktionelle Proteomik des Alterns

Zellen von Säugetieren bestehen aus über 10.000 verschiedenen Proteinarten. Dieser Eiweißreichtum wird – abhängig vom Zelltyp – streng reguliert. Auf diese Weise können auf Basis der gleichen genetischen Informationen spezialisierte Zellen wie Muskel- oder Nervenzellen hergestellt werden. Für ein Verständnis der molekularen Veränderungen, die zur Fehlfunktion von speziellen Geweben oder Zelltypen führen, ist es daher elementar, die Proteinvielfalt messen zu können. Mithilfe modernster massenspektrometrischer Verfahren der Proteomik erstellen wir Proteomprofile von Geweben und Zelltypen unterschiedlichen genetischen Hintergrundes oder Alters und analysieren die Folgen äußerer Einflussfaktoren wie Stress, Kalorienrestriktion oder Sport.

Proteinkomplexe mit veränderlicher Zusammensetzung

Proteine arbeiten nicht allein, sondern interagieren mit anderen Proteinen, mit denen sie Proteinkomplexe bilden. Diese Proteinkomplexe sind die molekularen Maschinen, die für lebenswichtige innerzelluläre Funktionen wie Energieproduktion, Replikation des genetischen Materials oder Molekültransport zuständig sind. Wir konnten bereits zeigen, dass bestimmte Proteinkomplexe wie bspw. der Kernporenkomplex in der Lage sind, ihre Zusammensetzung an die Erfordernisse der Zelle anzupassen (Ori et al. MSB 2013) – eine clevere Strategie der Zellen, die Funktion von Proteinkomplexen durch die Veränderung von nur einer kleinen, wichtigen Komponente zu steuern. Wir wollen verstehen, wie das Alter und altersassoziierte Mutationen die Struktur und Funktion von Proteinkomplexen beeinflussen. Dafür nutzen wir einen bioinformatischen Ansatz, um die Zusammensetzung von Proteinkomplexen zwischen unterschiedlichen Proteomikprofilen vergleichen zu können. Außerdem arbeiten wir mit biochemischen Methoden, um Proteinkomplexe mit einer bestimmten Zusammensetzung isolieren und ihre Interaktion mit anderen Proteinen beobachten zu können.

Neue Ansätze zur proteomischen Datenanalyse und -integration

Die Proteinvielfalt kann unterschiedlich reguliert werden, etwa durch Transkription, Translation oder Zersetzung. Um zu verstehen, ab welchem Punkt das Alter auf die Regulierung Einfluss nimmt, müssen die proteomischen Daten um weitere Informationen wie Messdaten zur Transkriptionsvielfalt oder Tanslationsrate ergänzt werden (Ori, Toyama et al. Cell Systems 2015). Wir arbeiten eng mit führenden Bioinformatikern zusammen, um Methoden zu entwickeln, die es uns ermöglichen, große proteomische Datensätze mit genomischen Informationen zu verknüpfen und zu analysieren.

Kontakt

Dr. Alessandro Ori

Alessandro Ori
Gruppenleiter
+49 3641 65-6808
alessandro.ori@leibniz-fli.de

Eileen Stöckl
Sekretariat
+49 3641 65-6815
eileen.stoeckl@leibniz-fli.de


Team (incomplete due to Data protection / unvollständig aufgrund DSGVO)

Name Telefon E-Mail Tätigkeit
Alessandro Ori +49 3641 656808 alessandro.ori@leibniz-fli.de Gruppenleiter
Aleksandar Bartolome --- aleksandar.bartolome@leibniz-fli.de Doktorand
Simone Di Sanzo +49 3641 656856 simone.disanzo@leibniz-fli.de Doktorand
Nadja Gebert +49 3641 656856 nadja.gebert@leibniz-fli.de Doktorand
Svenja Schüler +49 3641 656856 svenja.schueler@leibniz-fli.de Doktorand
Ivonne Heinze +49 3641 656856 ivonne.heinze@leibniz-fli.de Technischer Assistent
Yanhui Zhang +49 3641 656842 yanhui.zhang@leibniz-fli.de Masterstudent

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