Forschungsgruppe Morrison

Nervenregeneration:
Wie Zellen sich erholen

Die Forschungsgruppe Tumorbiologie um Helen Morrison erforscht die Prozesse bei der Regeneration von Nerven, die Kommunikation im Inneren von Zellen und zwischen den Zellen. Wir möchten herausfinden, ob Fehler bei der Kommunikation zu Krankheiten oder beschleunigtem Altern führen können. Der Fokus liegt dabei auf dem Nervensystem und seiner Fähigkeit, sich zu regenerieren, sowie auf den Krankheitsmechanismen von myelinisierenden Zellen und Tumorerkrankungen des zentralen Nervensystems - Erkrankungsarten, die einen hohen medizinischen Forschungsbedarf haben. Methodisch folgen wir einem multidisziplinären Ansatz, welcher Struktur-, Zell- und Mausmodelle umfasst.

Neueste Erkenntnisse

Wir untersuchen die strikte Kontrolle der Aktivierung von kleinen GTPasen, Proteinen, die vielen biologischen Kernprozessen zugrunde liegen. Dieses Interesse an kleinen GTPasen wurde durch die Entdeckung geweckt, dass Mitglieder der Familie der Aktin-bindenden Proteine - das Tumorsuppressorprotein Neurofibromin 2 (Merlin) und die vermeintlich tumorfördernden Ezrin, Radixin und Moesin (ERM) - als Gegenspieler bei der Ras-Aktivierung fungieren. Merlin hat eine hemmende Wirkung, während ERM-Proteine die Ras-Aktivierung zu verstärken scheinen. Diese Regulierungsstrukturen stellen einen neuen Aspekt der Signaltransduktionsarten dar, die für Krebsentstehung und alle Ras-abhängingen physiologischen Prozesse relevant sind.

Das Bild zeigt einen regenerierenden peripheren Nerv eine Woche nach einer Quetschverletzung. Rot eingefärbt ist P0 (Melin Protein Zero) als Marker für normale differenzierte Schwann-Zellen. Grün eingefärbt ist p75 (auch bekannt als „Low-Affinity Nerve Growth Factor Receptor“) als Marker für „Reparatur-Schwann Zellen“.
Morrison: Peripherer Nerv 1 Woche nach Quetschverletzung

Kontakt

Helen Morrison
Gruppenleiterin
+49 3641 65-6139
helen.morrison@leibniz-fli.de

Gundula Bergner
Sekretariat
+49 3641 65-6331
gundula.bergner@leibniz-fli.de