Mikrobiom beim Schlaganfall und Altern

Katarzyna Winek, MD/PhD
Gruppenleiterin


Unsere Gruppe untersucht die Rolle des Mikrobioms und der nicht-kodierenden RNA-Regulatoren des Immunsystems in der Pathogenese und im Ergebnis des Schlaganfalls.

Immunantwort und Dynamik des Mikrobioms nach einem Schlaganfall

Neurologische Erkrankungen wie sie bei älteren Menschen häufig auftreten, sind eine der häufigsten Ursachen für Todesfälle wie auch für Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit. Unter den neurologischen Krankheiten wiederum ist der Schlaganfall einer der wichtigsten Auslöser dieser Krankheitsfolgen. Insofern überrascht es nicht, dass die durch den Schlaganfall verursachte Schädigung des Gehirns auch Auswirkungen auf andere Organe im Körper hat. Diese bestimmen letztlich das Krankheitsbild nach einem Schlaganfall.


Auf den Schlaganfall folgt eine orchestrierte Immunreaktion

Einer der wichtigsten Faktoren bei der körperlichen Reaktion auf eine ischämische Verletzung des zentralen Nervensystems (ZNS) ist das Immunsystem: Ein Schlaganfall löst eine orchestrierte Immunreaktion aus. Dabei dringen Immunzellen in das Gehirn ein, darauffolgend wird die systematische Immunantwort unterdrückt. Diese peripheren Immunzellen tragen zu Gewebeschäden am ZNS bei, unterstützen aber – je nach Zelltyp und abhängig vom Zeitpunkt nach dem Schlaganfall – auch Reparaturprozesse.


Die Rolle des Mikrobioms als Regulator des Immunsystems

Die Unterdrückung der Immunabwehr, die das Gehirn schützt, erhöht gleichzeitig die Anfälligkeit für infektiöse Erkrankungen, was die Prognose nach einem Schlaganfall verschlechtert. Interessanterweise wirkt sich ein Schlaganfall auch auf die mikrobielle Lebensgemeinschaft aus, insbesondere auf die Darmflora. Insofern könnten Krankheitsverlauf und Heilungsprognose durch diese Mikroben maßgeblich beeinflusst werden, beispielsweise durch ihre immunregulierenden Aktivitäten.

Lab News

JMM 2023 - Großartiger und erfolgreicher Start

Am 8. Mai 2023 fand zum ersten Mal das "Jena Microbiome Meeting 2023" (JMM 2023) am Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena statt. Ins Leben gerufen und organisiert wurde dieses Meeting von den 3 neuen Nachwuchsgruppenleiterinnen am FLI, Dr. Clara Correia-Melo, Dr. Melike Dönertaş und Dr. Katarzyna Winek, mit dem Ziel, ihre Forschung der hiesigen Forschergemeinde vorzustellen und die gemeinsame, interdisziplinäre Zusammenarbeit der Jenaer Mikrobiom-Forscher zu fördern.

Kontakt

PhD Katarzyna Winek

Gruppenleiterin

Nicole Wolf

Teamassistentin