Stammzell- und Metabolismus-Alterung

Prof. Dr. K. Lenhard Rudolph
Gruppenleiter


Unsere aktuelle Arbeit konzentriert sich auf den Einfluss von frühkindlichen Wachstumssignalen auf das Tempo des Alterns, insbesondere auf die Entwicklung von alternsbedingten Stoffwechselveränderungen, die die Funktion von Stammzellen und Organen einschränken.

Unser Ziel ist es, das Potenzial neuer Interventionen zur Umkehrung alternsbedingter Beeinträchtigungen des Stoffwechsels und der Reaktion auf Ernährungsstress zu beschreiben, um ein gesundes Altern zu fördern.

Warum wir altern und wie wir es beeinflussen können

SWR Kultur / Matinee (18.01.2026)

(in German)

Wer weniger isst, wird langsamer alt. Alternsforscher Lenhard Rudolph berichtet von der "Restriktionsdiät", die den körperlichen Stammzellen hilft, länger gesund zu bleiben.

 

Lab News

Neuartige Methode ermöglicht Genstudien zur Funktion und zu Erkrankungen der Darmschleimhaut

Forschenden vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena und Fred Hutchinson Cancer Center, Seattle, USA, ist es gelungen, eine neuartige Methode zu entwickeln, die genetische Untersuchungen über alle Regionen des Darms ermöglicht. So können zukünftig genetische Einflüsse auf die normale Funktion der Darmschleimhaut, aber auch bei Krankheiten oder beim Altern besser erforscht werden.

DGfA-Tagung mit überwältigender Resonanz

Vom 29.-30. Juni 2023 fand die Jahrestagung der DGfA in Jena statt. Mit 3 fantastischen Keynote Speakern, ausgewählten Kurzvorträgen, vielen interessanten Postern und der Möglichkeit zum Kennenlernen und Vernetzen bot diese Tagung den über 170 internationalen Teilnehmern zahlreiche Gelegenheiten zu fachlichen Diskussionen.

Altern vorprogrammiert – Gen-gesteuertes Wachstum in der Jugend lässt Blutstammzellen altern

Das Blut wird zeitlebens aus Blutstammzellen immer wieder neu gebildet. Diese Zellen verlieren jedoch im Alter ihre Funktionsfähigkeit. Forschende des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) fanden nun einen Gen-Mechanismus, der für die Alterung von Blutstammzellen verantwortlich ist. Das Gen Igf2bp2 ist in der Jugend für die volle Funktion der Blutstammzellen wichtig, da es deren Wachstum und Stoffwechsel aktiviert. Wenn es aber fehlt, dann vermindert sich überraschenderweise der alternsassoziierte Funktionsverlust. Das Altern der Blutstammzellen wird durch das Gen-gesteuerte Wachstum in der Jugend offenbar bereits vorprogrammiert.

Neue Genfunktion - Stammzelldifferenzierung und Organerhalt wird über Fettstoffwechsel gesteuert

Der Erhalt und die Regeneration von Geweben lässt im Alter nach. Am Leibniz-Institut für Alternsforschung - Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena werden Gene gesucht, die diese Prozesse steuern. Hierzu werden Plattwürmer genutzt, da sie eine unsterbliche Regenerationsfähigkeit besitzen. Jüngste Arbeiten zeigen eine neue Funktion des Tnfaip2-Gens, das die Stammzellen zur Bildung von differenzierten Organzellen befähigt, indem es den Fettstoffwechsel aktiviert. Bei Verlust des Gens verlieren Plattwürmer ihre unsterblichen Fähigkeiten des Organerhalts und der Regeneration. Störungen des Fettstoffwechsels könnten auch zum Verlust des Organerhalts im Alter und zur Entstehung von Krebs beitragen.

Kontakt

Prof. Karl Lenhard Rudolph

Gruppenleiter

Gundula Bergner

Teamassistentin